Geschrieben von Tanita Schebitz
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Der Arbeitskreis Asyl übt Kritik an den Evakuierungsplänen der Stadt Göttingen im Zuge des mutmaßlichen Blindgängerfundes im Bereich der Godehardstraße, insbesondere an der Informationsweitergabe und der geplanten Unterbringung von geflüchteten Menschen. Im betroffenen Evakuierungsradius leben demnach viele Geflüchtete in städtischen Unterkünften. Dass mehrsprachige Informationen zur Evakuierung nur online zu finden seien, sei hier wirklichkeitsfremd. Nicht alle hätten eine Internetverbindung, um auf diese Informationen auch zugreifen zu können. Der AK Asyl fordert deswegen das Hinzuziehen von DolmetscherInnen, um Menschen gezielt informieren zu können, die nicht oder nicht gut Deutsch sprächen. Das Informationsangebot der Stadt im Weststadtzentrum, welches allen BürgerInnen zur Verfügung steht und ergänzt wird durch einzelne FlüchtlingssozialarbeiterInnen, die ausgewählte Haushalte informieren sollen, sei nicht ausreichend. Kritisiert wird auch die geplante Unterbringung: Nach Informationen des AK Asyl sollen einige Geflüchtete in leer stehenden Wohnungen unterkommen, andere müssten in Evakuierungszentren. In dem Zusammenhang sei nicht zu verstehen, warum überhaupt Wohnungen leer stünden, die nun plötzlich nutzbar sind, während die Wohnsituation für Geflüchtete ansonsten prekär aussieht.