Geschrieben von Jennifer Bullert
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Mit einem erneuten Corona-Nothilfe-Fonds will die Mehrheitsgruppe von SPD, Grünen und Freien Wählern im Göttinger Kreistag die Kulturszene unterstützen. Dafür sollen im Nachtragshaushalt 150.000 Euro eingestellt werden. Anträge können Solo-Selbstständige, sowie Kultureinrichtungen, - vereine und institutionen bis zum 30. Juni stellen. Dabei sind Förderungen von bis zu maximal 6.000 Euro möglich. Voraussetzungen seien Nachweise, dass die Pandemie mit ihren Einschränkungen auch in diesem Jahr höhere Aufwendungen bzw. niedrigere Einnahmen verursacht hat. Zudem sollten Fördermaßnahmen vonseiten des Landes oder Bundes zuerst genutzt werden, betont der SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Reinhard Dierkes. Der Landkreis könne jedoch unterstützen, wenn dennoch ein Defizit bestehe. Die eingereichten Anträge sollen im Anschluss im Kulturausschuss beraten werden, ehe der Kreisausschuss entscheidet. Zudem soll nach Angaben des Grünen Fraktionsvorsitzenden Martin Worbes ein Projektförderungs-Bereich etabliert werden. Mit diesem sollen Vorhaben vorangebracht werden, die die Kulturszene sowohl während der Pandemie als auch darüber hinaus stärken. Um hier von einer Förderung zu profitieren, müssen Antragssteller konkrete Projekte im Landkreis Göttingen, nicht aber in der Stadt Göttingen umsetzen. Daneben will die Mehrheitsgruppe auch einen „Corona-Hilfsfonds Soziales“ einrichten, der 125.000 Euro umfassen soll. Er richtet sich vor allem an Familien, Kinder und Einzelpersonen in Notlagen. Hier sollen bis zu 1.000 Euro Fördermittel pro Antrag zur Verfügung stehen.