Göttingen: Kampfmittelbeseitigungsdienst hat vier Blindgänger rund um die Godehardstraße gesprengt
Nachdem sich alle vier verdächtigen Funde in der Göttinger Godehardstraße im Laufe des Samstags als Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entpuppt haben, hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst sie in der Nacht auf Sonntag kontrolliert gesprengt. Dies war nötig, da es sich um vier zehn-Zentner-Bomben mit Langzeitzünder gehandelt hat. Nachdem es zwischenzeitlich zu einigen Verzögerungen gekommen war, vermeldete die Stadt schließlich um kurz nach ein Uhr nachts eine erfolgreiche Sprengung der Blindgänger. Verletzt wurde dabei niemand. Die im Anschluss durchgeführten Erkundungen der umstehenden Gebäude, unter anderem mit einer Drohne, stellten überwiegend nur geringe Schäden fest. Lediglich an den Gebäuden Pfalz-Grona-Breite 1 und 3 sowie dem Narzissenweg 2 wurden stärkere Schäden registriert. Um kurz nach drei Uhr nachts wurde das Evakuierungsgebiet wieder freigegeben. Aufgrund der Bombenfunde hatte die Stadt über 8.000 Anwohnerinnen und Anwohner in einem 1.000-Meter-Radius rund um die Fundstellen evakuieren müssen. Die Betroffenen waren teils bei Freunden und Verwandten, in Hotels oder in einem der drei Evakuierungszentren der Stadt untergebracht worden. Das Land Niedersachsen hatte aufgrund der Evakuierung die Corona-Regelungen für die Betroffenen etwas gelockert. Insgesamt waren etwa 1.800 Helferinnen und Helfer im Einsatz.