Geschrieben von Anja Würfel
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Auf die Ankündigung des Niedersächsischen Innenministers Boris Pistorius hin, ein Verbot antifaschistischer Gruppen prüfen zu wollen, hat sich der AStA der Universität Göttingen kritisch zu Wort gemeldet. Bereits Anfang Januar hatte der AStA in diesem Zusammenhang seine Unterstützung für die Erklärung „Antifaschismus lässt sich nicht verbieten” mitgeteilt. Obwohl Pistorius mittlerweile von seiner Forderung abgerückt sei, kennzeichne dieser Vorfall für den AStA das schwerwiegende gesellschaftliche Problem der Delegitimierung antifaschistischen Engagements. Der AStA fühle sich von Versuchen des Verbots oder der Delegitimierung persönlich betroffen und betont, wie wichtig antifaschistisches Engagement an Hochschulen sei. Faschismus als Ideologie könne auch an Universitäten zu einem attraktiven Nährboden für Rechtsextreme werden. Die Forschung zu Verbindungen und Burschenschaften zeige zudem, wie verbreitet völkisches Gedankengut dort ist. Nur einem starken antifaschistischen Engagement in Göttingen sei es zu verdanken, dass Qualität und Quantität rechter Strukturen nicht ähnliche Maße annehmen, wie im ländlichen Raum von Südniedersachsen. Antifaschismus müsse Ziel und Grundsatz jeder Universität sein und sei ein zutiefst hochschulpolitisches Thema, erläutert der AStA. Weil auch innerhalb der Studierendenschaft zahlreiche antifaschistisch arbeitende Gruppen und Initiativen existierten, würde die Verbotsdiskussion somit auch die Hochschulgruppen und den AStA treffen. Antifaschismus sei jedoch das unantastbare Leitprinzip aller DemokratInnen, betont der AStA.