Für bessere Wohnverhältnisse: Stadt Göttingen entwickelt Handlungskonzept für Umgang mit Immobilien
Die Stadt Göttingen entwickelt aktuell ein Handlungskonzept zum Umgang mit Immobilien, in denen Menschen unter prekären Verhältnissen leben. Das kürzlich vom Land Niedersachsen verabschiedete Wohnraumschutzgesetz gebe der Stadt Göttingen ein längst überfälliges Instrument an die Hand, erklärt die Göttinger Sozialdezernentin Petra Broistedt. Ein wichtiger Bestandteil dieses Handlungskonzeptes sei dabei die Zusammenarbeit mit den Hausverwaltungen und den MehrheitseigentümerInnen, welche stärker in die Pflicht genommen werden müssten. Es sei inakzeptabel, so Broistedt, dass EigentümerInnen bauliche Mängel teils jahrelang nicht beheben würden. Die Stadt Göttingen habe in der Vergangenheit nicht all das umsetzen können, was sie in dem Bereich gerne getan hätte, so die Sozialdezernentin weiter. Mit dem neuen Gesetz erhoffe sie sich nun ein wirksames Druckmittel in der Hand zu haben. Außerdem sprach sich Broistedt, die für die SPD als Oberbürgermeisterkandidatin antritt, für weiteren öffentlich geförderten Wohnungsbau aus, um der Wohnraumproblematik nachhaltig begegnen zu können. Auch die Grüne Ratsfraktion spricht sich dafür aus, das beschlossene Wohnraumschutzgesetz nun konsequent anzuwenden und die unhaltbaren Zustände besonders im Hagenweg 20 und in der Groner Landstraße 9 in Göttingen zu beenden. Die CDU-Ratsfraktion setzt sich ebenfalls für bessere Wohnbedingungen ein, unter anderem der CDU-Oberbürgermeisterkandidat Ehsan Kangarani war dazu in der Immobilie vor Ort um sich einen eigenen Eindruck über die dortigen Zustände zu verschaffen.