Geschrieben von Jennifer Bullert
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Den Staatsanwaltschaften Göttingen und Rostock ist in Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Braunschweig und dem Polizeipräsidium Rostock ein Schlag gegen mutmaßliche Online-Anlagebetrüger gelungen. Den international agierenden Beschuldigten wird vorgeworfen, allein in Deutschland einen Vermögensschaden von rund 15 Millionen Euro verursacht zu haben. Der Gesamtschaden beläuft sich schätzungsweise auf mindestens 500 Millionen Euro. Das geht aus einer heute veröffentlichten Presseinformation der Staatsanwaltschaften und der Polizei hervor. Demnach sind bereits am vergangenen Mittwoch in Bulgarien, den Niederlanden, der Ukraine und Zypern gemeinsam mit Eurojust und Europol verschiedene Objekte durchsucht worden. Dabei beschlagnahmten die Ermittler Computer, Laptops. Handys sowie Speichermedien und Unterlagen. Konten der verdächtigen Tätergruppierung wurden eingefroren, diverse Internethandelsplattformen gesperrt und auch mehrere hundert Server beschlagnahmt. Die Polizei befragte zudem mehrere Zeugen und nahm außerdem einen Tatverdächtigen fest. In diesem Zusammenhang laufen bereits seit rund zwei Jahren Ermittlungsverfahren. Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza lobte die internationale Zusammenarbeit in dem Fall und mahnte vor der Bedrohung, die Cyberkriminalität für die Sicherheit darstelle. Zudem müsse auch Geldwäsche künftig stärker bekämpft werden. Auch Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius freute sich über den Ermittlungserfolg, forderte aber auch, die europäischen Strukturen weiter zu vertiefen und eine Art europäisches FBI zu etablieren.