Kritik von AStA und PARTEI- und Volt-Ratsgruppe an Corona-Protesten am Gänseliesel
Nachdem am Samstag die Göttinger Lokalgruppe der Initiative „Studenten stehen auf“ beim Gänseliesel gegen die Corona-Maßnahmen protestiert hat, hat der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität (AStA) die Aktion verurteilt. Sie sei „demokratiegefährdend und unsolidarisch“ und die Studierendenvertretung distanziere sich von Impfgegner*innen, erklärte der AStA in einer Mitteilung. Rund 100 Personen hatten sich an der Protestaktion beteiligt. Dabei stellten sie unter anderem symbolisch Grablichter am Gänseliesel auf. Kritisch sehen der AStA sowie die PARTEI und Volt-Ratsgruppe vor allem, dass bei der Aktion die Maskenpflicht und das Abstandsgebot nicht eingehalten wurden. Dies hätte nach Ansicht der PARTEI- und Volt-Ratsgruppe strikter von den Ordnungsbehörden durchgesetzt werden müssen. Auf eine Anfrage des StadtRadio erklärte die Polizei, dass sie sofort bei Bekanntwerden der Verstöße den Versammlungsleiter angesprochen habe. Rund 40 Menschen aus der linken Szene hatten vor Ort gegen die Aktion der Initiative „Studenten stehen auf“ protestiert. In einem undatierten offenen Brief an alle Universitäten in Deutschland äußerte die Initiative online Skepsis an den Corona-Maßnahmen, betont zugleich aber, die Pandemie nicht zu leugnen und auch keine Verschwörungstheorien verbreiten zu wollen.