Geschrieben von Jennifer Bullert
Datum:
Die Corona-Pandemie hat dem Wir-Gefühl in der Gesellschaft geschadet. Zu diesem Ergebnis ist eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Caritasverbandes gekommen. Das gab nun der Caritasverband Südniedersachsen bekannt. Demnach sehen 72 Prozent der Befragten einen geringeren Zusammenhalt in der Gesellschaft als vor der Pandemie. Wie Ralf Regenhardt, Vorstandssprecher der Caritas Südniedersachsen erklärt, decke sich das mit den Beobachtungen aus der Region. So gebe es vermehrt Beratungen aufgrund von sozialen Ängsten, Schlaf- und Essstörungen sowie selbstverletzendem Verhalten und lebensmüden Gedanken. Auch würden viele Klienten der Suchtberatung Rückfälle erleiden und die Schuldnerberatung berichte ebenfalls von einer Zunahme an ausgestellten Pfändungsschutzbescheinigungen. Während Medien, der Politik und kulturellen Institutionen in der forsa-Umfrage eher geringe Beiträge zum Zusammenhalt während der Pandemie zugeschrieben wurden, schnitten Beiträge aus Einrichtungen mit ehrenamtlichem Engagement sowie von Anbietern sozialer Hilfen bei etwa 66 Prozent der Befragten positiv ab.