Geschrieben von Jennifer Bullert
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Erneut haben gestern im Landkreis Göttingen zahlreiche Corona-Proteste stattgefunden. Betroffen waren unter anderem die Städte Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt, Herzberg und Osterode. Den versammlungsrechtlichen Aktionen der Impfgegner standen mehrfach Gegendemonstranten gegenüber. Dabei kam es auch zu vereinzelten Auseinandersetzungen. Diese resultierten unter anderem in Platzverweisen, Gefährderansprachen sowie einem Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung. Zudem soll ein Impfgegner in Herzberg den verbotenen Hitlergruß gezeigt haben. Das teilte heute die Polizei Göttingen mit. In Groß Schneen demonstrierten rund 250 Menschen gegen eine erwartete Kundgebung von Impfgegnern. Ihnen stand jedoch nur ein Gegner der Corona-Maßnahmen gegenüber, der sich daraufhin entfernte. Auch im Landkreis Northeim ist es gestern zu Corona-Protesten gekommen. Dabei wurde nach Angaben der Polizei Northeim ein Polizist leicht verletzt. Zwei Teilnehmende der Versammlung erwartet nun ein Strafverfahren. Nach Angaben des Niedersächsischen Innenministeriums ist es gestern landesweit zu 170 Versammlungen gegen die Corona-Maßnahmen gekommen, von denen lediglich 31 angemeldet waren. An den Versammlungen sollen auch Rechtsextreme sowie sogenannte Reichsbürger teilgenommen haben, so das Ministerium. Die Gegenversammlungen seien hingegen fast ausnahmslos zuvor angemeldet worden und friedlich verlaufen.