Junges Theater Göttingen: Sanierung des Otfried-Müller-Hauses wird teurer als geplant
Die Rückkehr der Jungen Theaters in seine alte Spielstätte am Wochenmarktplatz ist weiter ungewiss. Wie jetzt aber bekannt wurde, sollen sich die ursprünglichen Kosten für die Sanierung des Otfried-Müller-Hauses deutlich erhöhen. Ursprünglich waren rund sechs Millionen Euro für Sanierungsarbeiten veranschlagt worden. Diese sollten zu gleichen Teilen vom Bund und von der Stadt gezahlt werden. Mittlerweile sei nach unbestätigten Angaben von 16 Millionen Euro die Rede. Das berichtete JT-Intendant Nico Dietrich dem StadtRadio. Wie diese Zahlen zustande kommen, könne er sich zwar nicht erklären. Allerdings verweist er gegenüber dem StadtRadio auf enormen Sanierungsstau: „Was eben nicht mit beachtet wurde, dass das Junge Theater das Haus in einem ziemlich schlechten Zustand schon sei mehreren Dekaden ist. Aber das ist ja bei Kulturbauten nichts neues. Das ist ja beim Deutschen Theater so, das war bei der Stadthalle so und so sieht es auch deutschlandweit aus. Und für uns als Junges Theater, man muss das nur mal richtig verstehen: es geht lediglich um die Wiederherstellung der Spielfähigkeit. Und selbst diese Summe, wenn sie denn stimmt hat noch nicht einmal alles eingeplant, weil vielleicht auch Teile des Theaters hier im Haus [die Voigtschule, Anm. Red.] verbleiben müssten.“ Zumindest habe die Stadtverwaltung nun die Bereitschaft signalisiert, entscheidende Planungsschritte zeitnah einzuleiten. Eine Vorstellung der Sanierungspläne vor dem Bau- und Kulturausschuss der Stadt ist für Februar angekündigt.