Demonstrationsaufzüge in Göttingen zur Coronapolitik - Polizei meldet nur vereinzelte Zwischenfälle
Am Montagabend fanden in Göttingen mehrere Kundgebungen zur aktuellen Coronapolitik statt. Auf Seiten der Maßnahmenkritiker versammelten sich ca. 180 Personen vor dem Jahnstadion. Sie bewegten sich anschließend in einem Demonstrationszug in Richtung Reinhäuser Landstraße. Der Gegenprotest formierte sich an unterschiedlichen Standorten. Die Polizei schätzt, dass ca. 350 Protestierer an den Gegenkundgebungen teilnahmen. Sowohl die Versammlung der Maßnahmenkritiker als auch der Gegenprotest waren angemeldet. Größere Auseinandersetzungen oder Übergriffe blieben nach Polizeiangaben aus. Allerdings habe sich die Polizei genötigt gesehen eine Blockade durch Teilnehmer der Gegenkundgebung handfest aufzulösen. Weiterhin sei es zu kleineren Sachbeschädigungen im Bereich eines Kleingartenvereins gekommen. Die Polizei gibt an, dass bei beiden Demonstrationszügen die Hygieneregeln eingehalten worden. Personen, die auf Seiten der Maßnahmenkritiker keine Masken trugen, hätten entsprechende Atteste vorweisen können. Der Polizei liegen nach eigenen Angaben auch keine Erkenntnisse darüber vor, dass sich unter den Maßnahmenkritikern bekannte Neonazis oder Rechtsradikale befunden hätten. Auch seien der Polizei keine Transparente, Plakate oder Flyer mit rechtsradikalen, verschwörungstheoretischen oder antisemitischen Inhalten zur Kenntnis gelangt. In diesem Zusammenhang und mit Blick auf die Blockierer, betonte die Göttinger Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten das Recht zu regierungskritischen Demonstrationen.