Geschrieben von Jennifer Bullert
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Nachdem Russland gestern mit Angriffen auf die Ukraine begonnen hat, haben sich auch in Südniedersachsen Politik und Zivilgesellschaft zutiefst bestürzt gezeigt und den Einmarsch in die Ukraine als „völkerrechtswidrig“ bezeichnet. Auf Initiative von Grünen, PARTEI und Volt haben alle Fraktionen, Gruppen und Einzelmitglieder im Göttinger Rat gemeinsam mit der Universität Göttingen eine Resolution aufgesetzt. In dieser nannten sie den Angriff auf die Ukraine unter anderem eine „Zäsur“ und fordern, dass Russland seine Truppen abzieht und die Souveränität der Ukraine anerkennt. Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt rief dazu auf, die Krise trotz der jüngsten Ereignisse weiterhin mit Diplomatie zu lösen. Angesichts der Entwicklungen rechnet die Politik mit massiven Flüchtlingsströmen. Sowohl Göttingen, als auch Northeim signalisierten Bereitschaft, ukrainische Geflüchtete aufnehmen. Der Einbecker FDP-Landtagsabgeordnte Christian Grascha appellierte zudem an Northeims Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, rasch Sammelunterkünfte anzumieten. Wie die Northeimer SPD-Bundestagsabgeordnete Frauke Heiligenstadt mitteilte, werde der Bundestag am Sonntag eine Sondersitzung abhalten, bei der Kanzler Olaf Scholz auch eine Regierungserklärung abgeben werde. Aufgrund der Ereignisse gab es gestern bereits eine spontane Kundgebung für den Frieden am Göttinger Gänseliesel. Am Felix-Klein-Gymnasium fand in Solidarität mit der Ukraine eine Schweigeminute statt und die Entwicklungen wurden im Unterricht thematisiert. Die Neue IGS Göttingen versammelte sich heute zudem auf dem Schulhof, um den PEACE-Schriftzug und das Peace-Zeichen darzustellen. Auch mehrere Kirchengemeinden im Kirchenkreis Göttingen greifen das Thema heute Abend in verschiedenen Friedensgottesdiensten auf. Zudem hat die Basisdemokratische Linke zu einer Demonstration zur Ukraine-Invasion aufgerufen. Sie beginnt heute um 17 Uhr am Albaniplatz.

Die Schulgemeinschaft der Neuen IGS stellt das Peace-Zeichen und den doppelten Schriftzug PEACE als Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine. (Bild: Neue IGS Göttingen)