Geschrieben von Katharina Carle
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Zum heutigen 111. Weltfrauentag wird vor dem Kreishaus Northeim die Fahne zum Equal Pay Day und internationalen Frauentag gehisst. Besondere Blickpunkte in diesem Jahr seien aufgrund der aktuellen Lage die Rolle von Frauen in Friedensprozessen, sowie der Frauenanteil in politischen Gremien. Daher fordere der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Northeim Gesetze auf Landes- und Bundesebene zu ändern, so dass die Aufteilung der Mandate jeweils zur Hälfte unter den Geschlechtern aufgeteilt werde. Auch appellieren sie an Vertreter*innen im Landkreis Northeim sich für Parität in ihren eigenen Parteien einzusetzen und dabei die eigene Parteistrukturen zu hinterfragen und zukunftsfähige Lösungsansätze zu finden. Zurzeit haben die kommunalpolitischen Parlamente im Landkreis Northeim einen Frauenanteil von 25 Prozent, weswegen es schwierig sei, geschlechtergerechte Beschlüsse zu fassen. Auch würden paritätische Kommunalparlamente zu mehr Parität auf Landes- und Bundesebene führen. Aufgrund der aktuellen Lage liege auch der Blick auf der Rolle von Frauen in Friedensprozessen. Frauen würden in Krisenregionen vor Ort wichtige Arbeit leisten, seien aber bei den Friedensverhandlungen stark unterrepräsentiert. Dabei würden Studien zeigen, dass bei Beteiligung von Frauen in Friedensprozessen der Frieden länger halte, sowie Entscheidungen getroffen werden, welche beide Geschlechter im Blick haben.

(v.l.n.r.) Kerstin Lüpkes (Koordinierungsstelle Frauen & Wirtschaft im Landkreis Northeim), Dezernentin Julia Gottlieb, Polizeidirektorin Maren Jäschke (Leiterin der Polizeiinspektion Northeim), Heike Oppermann (Koordination BISS-Beratung), Saskia Baumgärtner (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Northeim) und Julia Kögler (Gleichstellungsbeauftrage des Landkreises Northeim) hissen gemeinsam die Equal Pay Day Flagge und die Flagge zum Internationalen Frauentag vor dem Kreishaus. (Bild: Landkreis Northeim)