Zahl der Straftaten in Niedersachsen laut Polizeilicher Kriminalstatistik auf niedrigstem Wert seit Beginn der Messungen
Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) geht die Zahl der Straftaten in Niedersachsen weiter zurück. Das gab das niedersächsischen Innenministerium bekannt. Der für das Jahr 2021 gemessene Wert sei der niedrigste seit Beginn der Messungen im Jahr 1990. Gleichzeitig sei die Aufklärungsquote mit 64 Prozent bemerkenswert hoch. Hier muss jedoch angemerkt werden, dass die Aufklärungsquote nur abbildet, dass ein Tatverdächtiger ermittelt wurde. Ob dieser Person die Tat auch zugewiesen werden kann, wird von der Aufklärungsquote nicht erfasst. Das Innenministerium zeigte sich auch erfreut darüber, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche einen Tiefststand erreicht habe. Gegenüber etwas mehr als 16.000 registrierten Einbrüchen in den Jahren 2015 / 2016, wurden für das letzte Jahr nur etwas mehr als 5.000 Taten registriert. Für die Versuchsquote gilt allerdings das Gegenteil. Hier stiegen die Zahlen laut PKS kontinuierlich. Gestiegen ist auch die Cyberkriminalität. Mit über 45.000 Fällen befindet sie sich auf einen neuen Höchststand. Besonders zugelegt hätten die Delikte im Bereich Kinder- und Jugendpornografie, sowie Betrug und Beleidigung. Aufgrund einer bundeseinheitlich neuen Definition von häuslicher Gewalt, sind auch hier die Fälle zuletzt stark angestiegen. Im Jahr 2021 wurden in diesem Bereich insgesamt etwas mehr als 14.700 Fälle von Körperverletzung registriert – ca. 2500 davon waren schwere bzw. gefährliche Körperverletzung. Mit 55 gesprengten Geldautomaten wurde im Jahr 2021 ein neuer Höchststand erreicht. In Rund der Hälfte der Fälle wurde dabei auch Bargeld erbeutet. Dass viele der ermittelten Tatverdächtigen aus den Benelux Staaten stammten liege laut Polizei daran, dass dort die Geldautomaten besser gesichert seien. Die Polizei rät daher den hiesigen Automatenbetreibern ihre Geräte ebenfalls besser abzusichern.