AStA und Göttinger Grüne kritisieren Urteil gegen Göttinger Professor wegen sexuellen Missbrauchs als zu milde
Das Urteil gegen einen Göttinger Professor, der wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt war, stößt auf Unverständnis. Sowohl die Göttinger GRÜNEN als auch der AStA der Uni Göttingen kritisieren das Urteil als zu milde. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, drei seiner Mitarbeiterinnen wiederholt misshandelt zu haben. Dabei soll er die Frauen unter anderem mit einem Bambusstock und mit der Hand auf das Gesäß geschlagen haben. Dies habe er getan, um sie für – aus seinen Augen – Fehlverhalten zu bestrafen. Einen sexuellen Charakter seiner Taten hatte der Angeklagte bestritten. Das Gericht folgte ihm zwar nicht in diesem Punkt, verhängte aber dennoch eine Freiheitsstrafe von unter einem Jahr, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Dieses Strafmaß hat zur Folge, dass der Professor seinen Beamtenstatus behält. Der AStA und die GRÜNEN Göttingen kritisieren das Urteil daher als einen Fall von Zwei-Klassen-Justiz.