Geschrieben von Jennifer Bullert
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Nach Grünen und Allgemeinem Studierenden-Ausschuss (AStA) der Universität hat nun auch die Göttinger Linke das Gerichtsurteil gegen einen Professor als zu milde kritisiert. Dieser hatte sich wegen sexuellen Missbrauchs gegen drei seiner Mitarbeiterinnen verantworten müssen. Dafür hatte das Gericht eine Bewährungsstrafe von weniger als einem Jahr verhängt, sodass der Professor seinen Beamtenstatus behalten kann. Grüne und AStA hatten bereits von einer Zwei-Klassen-Justiz gesprochen. Dieser Auffassung schloss sich die Göttinger Linke nun an. Ratsfrau Nornia Marcinkiewicz erklärte, dass Privilegien für Beamte bei Fehlverhalten enden müssten. Zudem müssten, so die Wähler*innengemeinschaft, die dauerhaften Folgen der Taten für die betroffenen Frauen stärker berücksichtigt werden. Daher erhofft sich die Göttinger Linke von einer Revision eine strengere Strafe für den Professor. Auch das Frauenforum Göttingen äußerte Entsetzen über das Urteil. Es sprach in diesem Zusammenhang von einer „fatale[n] Signalwirkung auf potentielle Opfer“ und bezeichnete das Urteil als „extrem ungerecht“.