Universität Göttingen fordert Gerhard Schröder zur Abgabe seiner Ehrendoktorwürde auf
Die Universität Göttingen hat gestern im Anschluss an eine Senatssitzung den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder aufgefordert, seine Ehrendoktorwürde zurückzugeben. Begründet wird dieser Schritt mit dem Leitbild der Universität, sich für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt einzusetzen. Schröder war zuletzt im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg aufgrund seiner Beziehungen nach Russland in die öffentliche Kritik geraten. Auch persönliche Gespräche zwischen Angehörigen der Universität und Schröder selbst, konnten Bedenken gegenüber seiner fehlenden öffentlichen Distanzierung von Russland nicht ausräumen, teilt die Universität mit. Der AStA der Universität begrüßt diesen Schritt, hält eine Entscheidung allerdings für längst überfällig. Der Göttinger CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler forderte die Universität heute dazu auf, dem ehemaligen Bundeskanzler die Ehrendoktorwürde aktiv zu entziehen.