Zur Schonung der Wildtiere - Verbände fordern Vorsicht bei der Frühjahrsmahd
Im Vorfeld der ersten Frühlingsmahd mahnen verschiedene Verbände zum Wildtierschutz. Vor allem in Wiesen und Grünroggen würden derzeit viele Wildtiere ihren Nachwuchs aufziehen. Eine angeborene Reaktion von Jungwild bei Gefahr ist das Ducken und Tarnen. Genau dadurch würden sie aber Gefahr laufen von Erntemaschinen verletzt oder getötet zu werden. Die Landesjägerschaft, die Landwirtschaftskammer und das Landvolk Niedersachsen raten daher zum Einsatz bewährter Schutzmaßnahmen. Dazu zählen die Flächen von innen nach außen abzumähen, in Wildtierfrequentierten Flächen besonders langsam zu fahren und an stark befahrenen Straßen grundsätzlich straßenseitig mit der Mahd zu beginnen. Außerdem sollte in der Dunkelheit ganz auf das Mähen verzichtet werden, da Scheinwerferlicht die Tiere orientierungslos mache und so eine Flucht verhindere. Denkbar sei auch der Einsatz akustischer Wildtierretter die hochfrequente Warnsignale ausstoßen, der Einsatz von Wärmebilddrohnen oder ganz herkömmlich das Absuchen der betroffenen Felder und Wiesen durch ausgebildete Jagdhunde.