Affenpocken auch in Niedersachsen - Mann aus Landkreis Northeim hat sich infiziert - Landesgesundheitsamt gibt Entwarnung
In Niedersachsen gibt es einen ersten Fall von Affenpocken. Der betroffene Mann lebt im Landkreis Northeim. Das gab das Landesgesundheitsamt bekannt. Demnach habe er sich vermutlich während eines Spanienaufenthaltes mit dem Virus infiziert. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe laut dem Leiter des Landesgesundheitsamtes Fabian Feil aber nicht. Das Gesundheitsamt des Landkreis Northeim habe umfassende Schutzmaßnahmen getroffen. Anders als bei dem Coronavirus erfolgt bei Affenpocken die Übertragung mittels Körperflüssigkeiten und setzt einen engen Kontakt voraus. Zudem sei die Krankheit erst dann übertragbar, wenn sich bereits deutliche Symptome ausgebildet haben, auch das ist ein Unterschied zum Coronavirus. Bisher waren die Affenpocken vor allem in West- und Zentralafrika vorherrschend. Seit Mai dieses Jahres häufen sich aber Ansteckungsfälle in Europa, die nicht mit einer Reise in diese Gegenden im Zusammenhang stehen. Die Zeit vom Kontakt bis zum Ausbruch der Krankheit beträgt zwischen sieben und 21 Tagen. Erste Symptome der Krankheit sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen sowie geschwollene Lymphknoten. Danach entwickeln sich rasch Hautveränderungen und Läsionen (kleine Wunden) an der Mundschleimhaut. Erst im letzten Stadium der Symptomausbildung kommt es dann zu den typischen Hautveränderungen, wie fleckige Rötungen, Knötchen, Bläschen und Krusten.