Interfraktioneller Antrag im Stadtrat Göttingen fordert Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle
In einem interfraktionellen Antrag zur Göttinger Ratssitzung fordern die Fraktionen von SPD, CDU und FDP die Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle in Göttingen. Das Haushaltsbündnis verweist dabei auf den Jahresbericht 2020 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, deren Beratungsanfragen im Vergleich zum Vorjahr um 78 Prozent zugenommen hätten. Dieser Entwicklung müsse auch in Göttingen Rechnung getragen werden, erklärte Olaf Feuerstein (CDU). Die Antidiskriminierungsstelle soll nach den Vorstellungen der Fraktionen unter anderem konkrete Ansprechpersonen für Opfer von Diskriminierung bereitstellen, die Öffentlichkeit für das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung sensibilisieren, Diskriminierungsvorfälle dokumentieren und Initiativen und Vereine im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit vernetzen. Dabei sei ihnen sehr wichtig, dass die Stelle weisungsunabhängig ist, damit von außen kein Einfluss auf die Arbeit genommen werden kann, hieß es in einer Mitteilung. Die Göttinger Ratssitzung beginnt am Freitag um 16 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses.