Demonstration gegen Polizeigewalt in Göttingen: Bündnis fordert Abschaffung der Göttinger Beweissicherungs- und Festnahme-Einheit
Das Göttinger Bündnis gegen Verschwörungsideologie und Antisemitismus hat am Freitag gegen Repression und Polizeigewalt demonstriert. Dabei haben nach Angaben des Bündnisses mehr als 100 Menschen teilgenommen. Anlass ist der Prozess gegen einen jungen Demonstranten. Dieser hatte sich im Februar an Gegenprotesten der sogenannten Corona-Demonstrationen beteiligt. Dabei war es zu vereinzelten Blockaden und verbalen Auseinandersetzungen gekommen. Die Polizei hatte im Anschluss mitgeteilt, dass sie wiederholt Personen zurückdrängen bzw. auch von der Straße hatte tragen müssen, die die Versammlung der Maßnahmengegner blockiert hatten. Das Göttinger Bündnis spricht in diesem Zusammenhang von einer gewaltvollen Räumung, bei der der Angeklagte mehrere Rippenbrüche und eine Kopfverletzung erlitten habe. Vor diesem Hintergrund fordert es, die Göttinger Beweissicherungs- und Festnahme-Einheit (BFE) sofort und ersatzlos abzuschaffen. Zusätzlich hat sich das Bündnis bei der Demonstration am Freitag dafür eingesetzt, dass unter anderem der Prozess gegen den Antifaschisten eingestellt werden soll.