Initiative kommunaler Theater fordert mehr finanzielle Beteiligung vom Land
Das Land Niedersachsen soll sich mehr an der Finanzierung kommunaler Theater und Orchester beteiligen. Das forderte ein Zusammenschluss mehrere Stadt und Landestheater. Darunter auch das Deutsche Theater Göttingen und das Göttinger Symphonieorchester. Das gab die Stadt Göttingen bekannt. Würde das Land sich nicht an der Finanzierung beteiligten, drohten Insolvenzen. Grund dafür seien die gestiegen Kosten durch die Coronapandemie, die Verteuerung der Energiepreise, anstehende Tarifsteigerungen und ein seit Jahren bestehender Sanierungsstau. Laut Matthias Köhn, Mitglied der Verhandlungskommission, würde sich das Land „seit Jahren immer wieder aus der finanziellen Verantwortung zurückziehen“. Zuletzt dadurch, dass das Land die gestiegenen Tarifkosten nicht mittragen wolle. Von Seiten der Theater wird darauf verwiesen, dass das Land gemäß der niedersächsischen Verfassung, zusammen mit den jeweiligen Städten, die Verantwortung für die kommunalen Theater trage. Allerdings spricht die Verfassung nur davon, dass das Land Theater fördert und schützt. Eine konkrete finanzielle Verpflichtung ist darin nicht genannt. Die Verhandlungskommission fordert unter anderem. dass das Land die tatsächlich anfallenden anteiligen Tarifsteigerungen übernimmt, den Basisbetrag für die Theater um 6 Millionen Euro erhöht und ein Investitionsförderprogramms für kommunale Kultureinrichtungen einführt. Verhandlungsführerin auf Seiten der Theater ist die Göttinger Oberbürgermeisterin Petra Broistedt.