Göttinger Forscher gewinnen neue Erkenntnissen in der Namib-Wüste
Forscher der Universität Göttingen konnten einen Nachweis über die Selbstorganisation von Pflanzen in der Namib-Wüste erbringen. In der Süd-West-Afrikanischen Namib-Wüste ist die Graslandschaft bei Trockenzeiten von sogenannten Feenkreisen gekennzeichnet. Das sind kreisrunde Stellen, in denen die Vegetation abgestorben ist. Frühere Annahmen gingen dahin, dass diese Vegetationslücken durch Termitenfraß verursacht sind. Die Göttinger Forscher konnten nun nachweisen, dass die Vegetationslücken durch eine selbstorganisierte Verteilung von Bodenwasser entstehen. So sei der Wassergehalt innerhalb der Feenkreise gegenüber den umliegenden Böden stark dezimiert. Stephan Getzin von der Abteilung für Ökosystemmodellierung an der Universität Göttingen fasst das Untersuchungsergebnis so zusammen, dass die Gräser als Ökosystemingenieure wirkten. Publiziert wurde die Studie in der Fachzeitschrift Perspectives in Plant Ecology.