Geschrieben von Jennifer Bullert
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Nach seinem Austritt aus der Partei DIE LINKE hält Edgar Schu an seinem Mandat im Göttinger Rat fest. Die Kreismitgliederversammlung der LINKEN Göttingen/Osterode hatte ihn zuletzt am Donnerstag dazu aufgefordert, von seinem Ratsmandat zurückzutreten. Schu erklärte gegenüber dem StadtRadio, dass er sowohl 2016 als auch 2021 auf der Liste der Göttinger Linken Wählergemeinschaft in den Stadtrat gewählt wurde: „[…] Es ist zu unterscheiden zwischen dieser Wählergemeinschaft Göttinger Linke, in der die Partei DIE LINKE mit ihrem Kreisverband Göttingen ein Mitglied ist. Und deswegen entscheidet nicht der Kreisverband DIE LINKE Göttingen darüber, ob ich ein Ratsmandat habe oder nicht. Sondern wenn dann hätte in der Parteienlogik sozusagen die Göttinger LINKE Wählergemeinschaft da ein stärkeres Wort. Von Gesetz her muss man natürlich ein Ratsmandat gar nicht niederlegen. Man kann nur dazu aufgefordert werden.“ Den beiden Kreissprechern Lisa Zumbrock und Thomas Goes zufolge hätte es schon länger Differenzen zwischen Schu und dem Rest des Kreisverbandes gegeben. Wie sie in einer Mitteilung bekannt gaben, sehen auch sie aufgrund dieser Meinungsverschiedenheiten keine Grundlage mehr für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Schu hatte vergangene Woche seinen Austritt aus der Partei DIE LINKE verkündet. Dies begründete er in den Sozialen Netzwerken damit, dass seine Partei nicht mehr die Interessen der Kernwählerschaft vertrete. Als Beispiel nannte er dabei sowohl die Corona- als auch die Ukraine-Politik.