Bündnis Defend Kurdistan hat nun auch das Parteibüro der Göttinger GRÜNEN besetzt
Aktivisten der Initiative "Defend Kurdistan" haben heute Vormittag das Kreisbüro der Partei Bündnis 90/Die GRÜNEN in Göttingen besetzt. Die rund 25 Besetzerinnen und Besetzer forderten den GRÜNEN Kreisverband auf eine klarere Haltung zu den türkischen Luftangriffen in Nordsyrien zu vertreten. Seit dem 20 November greift das türkische Militär Gebiete in Nordsyrien an, die Teil des autonom verwalteten Gebietes Rojava sind. Diese Gebiete werden vor allem von den kurdische Minderheiten im Nordirak und Nordsyrien bewohnt. Ziel der Besetzer ist, dass der GRÜNEN Kreisverband Druck auf den Bundesverband ausübt, damit die Forderungen der Initiative von der Bundesregierung umgesetzt werden. Dazu gehört nach Ansicht der Aktivisten, dass die Bundesregierung sich für einen Stopp der Kampfhandlung einsetzt und eine Untersuchung zu einem möglichen Chemiewaffeneinsatz des türkischen Militärs einleitet. Im Göttinger Kreisbüro waren zur Zeit der Besetzung das Kreisvorstandsmitglied Lino Klevesath und die Landtagsabegordnete Marie Kollenrott zugegen. Sie hatten den Besetzern zugesagt die Forderungen in Parteigremien zu tragen und sich besonders für eine internationale Untersuchung des eventuellen Verstoßes gegen die Chemiewaffenkonvention stark zu machen. Die Besetzung endete ohne weitere Zwischenfälle gegen 11 Uhr.