Geschrieben von Jennifer Bullert
Datum:
Die Gewerkschaft ver.di hat für Anfang kommender Woche einen Streik der Beschäftigten der UMG Klinikservice GmbH angekündigt. Als Grund nannte sie unterschiedliche Tarifvorstellungen bei den Notdienstverhandlungen. Ver.di-Gewerkschaftssekretär Thilo Jahn zu den Forderungen: „Grundsätzlich fordern wir natürlich, dass die Tochterbeschäftigten, weil sie in den Krankenhausbetrieb ganz normal eingegliedert sind, auch zu den regulären Konditionen beschäftigt werden, wie das für alle anderen Beschäftigten der UMG auch gilt – nämlich nach dem Tarifvertrag der Länder. Wir haben aber von Vorhinein gesagt: Wir sind auch zu Verhandlungen bereit, möchten dann aber, dass ein Stück weit diese Differenz zum Tarifvertrag der Länder aufgeholt wird. Und haben gesagt: Wir sehen eine Verbesserung von 20 Prozent mehr Lohn als erforderlich, eine höhere Jahressonderzahlung, Verbesserung bei der Entgeltumwandlung, also der Altersversorgung, einen kleinen Zuschuss, sowie eine weitere Stufe in der Entgelttabelle für langjährig Beschäftigte.“ Das Angebot der UMG Klinikservice GmbH umfasse hingegen sowohl dieses Jahr als auch 2023 und 2024 jeweils 500 Euro zu bezahlen und das Entgelt in den kommenden beiden Jahren zum 1. Januar jeweils um vier bzw. 3,85 Prozent zu erhöhen, so Jahn weiter. Ver.di fürchtet aufgrund der Inflation durch das Angebot der Arbeitgeberseite einen Kaufkraftverlust für die Beschäftigten. Wann gestreikt wird, soll heute im Laufe Tages noch entschieden werden. Der in der Notdienstvereinbarung von 2018 festgehaltene Notdienst soll während des Streiks aber zur Verfügung stehen.