Kreistag Göttingen: Doppelhaushalt für 2023/2024 vorgestellt - Defizitausgleich vorerst noch durch Rücklagen möglich
Göttingens Landrat Marcel Riethig hat für die kommenden Jahre eine ernste Haushaltslage angekündigt. Der heute in der Kreistagssitzung eingebrachte Doppelhaushalt geht von einem Minus von 13,2 Millionen Euro in 2023 aus, für 2024 wird mit einem Defizit von 8,8 Millionen Euro gerechnet. Das Minus könne aktuell noch durch Rücklagen aufgefangen werden, so Riethig in seiner Haushaltsrede. Er nannte als Ziel, dass die Rücklagen noch bis 2026 ausreichen. Die Gemeinden sollten beim Kita-Ausbau weiter unterstützt werden, zugleich gelte es aber auch, einen strikten Personalkurs zu verfolgen und kluge Investitionen zu tätigen. Nur so könne bis 2026 ein Haushaltssicherungskonzept vermieden werden. Festhalten wolle der Landkreis dabei am Neubau der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Ebergötzen und der Erweiterung des Eichsfeldgymnasiums in Duderstadt. Riethig kündigte darüber hinaus einen „Kommunalwumms“ an. Ohne Investitionen drohe die Wirtschaft und damit auch die Region gelähmt zu werden. Darum sieht der Doppelhaushalt Investitionen von 82,78 Millionen Euro vor.