A7 weiter gesperrt - Untersuchungen der Schmiersubstanz lassen baldige Säuberung wahrscheinlicher werden
Die Verkehrsbehinderungen auf der A7 dauern weiter an. Am Mittwochnachmittag hatte die Autobahn GmbH des Bundes bei einer Pressekonferenz über den Stand der Aufräumarbeiten informiert. Ein erstes Ziel sei es einen Streckenabschnitt zwischen Hedemünden und Lutterberg bis zum Mittwochabend freizugeben. Vor der Freigabe werden eine sogenannte Griffigkeitsmessung und eine Begehung der Strecke durchgeführt. Wie viel Zeit die Säuberung der gesamten Fahrbahn in Anspruch nehmen wird, ist derzeit noch nicht absehbar. Nach Erkenntnissen einer Schnelluntersuchung handelt es sich bei dem wachsartigen Stoff auf der Fahrbahn nicht um Paraffin, sondern um eine Palmöl-artige Substanz. Das sei auch der Grund warum die Reinigungsarbeiten der vergangenen Tage nur bedingt erfolgreich waren. Die Autobahn GmbH hat daher angekündigt ihre Beseitigungstechnik umzustellen. So soll ein neues Reinigungsmittel zum Einsatz kommen, zudem ist vorgesehen die Verunreinigungen mit Wasser-Hochdruckstrahlen zu entfernen. Ein solches Ausmaß der Fahrbahnverschmutzung habe es dem Außenstellenleiter der Autobahn GmbH, Sebastian Post, zufolge bisher noch nicht gegeben, er zeigte sich aber zuversichtlich die Reinigungsmaßnahmen bald beenden zu können. „Deswegen heute die Erleichterung schon ein Stück weit bei mir, dass die Testversuche, die wir gestern Abend angeschoben haben, erfolgreich und vielversprechend sind, sodass wir zumindest eine Option jetzt auch haben, relativ zügig die Probleme abzuarbeiten. Wir arbeiten uns von zwei Seiten jetzt mittlerweile an die ganze Strecke heran, von Norden und von Süden. Und deswegen bin ich schon erleichtert, dass wir eine Technologie haben in Unterstützung dieses Gutachtens, was wir jetzt haben, dass wir erfolgversprechend die Fahrbahn schnell jetzt reinigen können.“ Wie Polizeisprecherin Jasmin Kaatz angab, konnte bislang der Verursacher noch nicht ausfindig gemacht werden, die Ermittlungen dauerten weiter an. Die Kosten für die Säuberungsarbeiten sind bislang noch nicht absehbar. Derweil gab die Stadt Hann. Münden bekannt, dass es im Bereich der Ausweichstrecken zu weiteren Beeinträchtigungen kommt. Ab Mittwoch ist die Haarthstraße gesperrt, die als Verbindung zwischen der Bundesstraße 80 und der Mündener Innenstadt dient und derzeit als Ausweichstrecke genutzt werde. Grund für die Sperrung ist, dass die Niedersächsischen Landesforsten Bäume am Fahrbahnrand fällen müssen. Die Baumfällungen seien bereits im Dezember beschlossen worden. Trotz der aktuellen Verkehrslage könne von der Maßnahme nicht abgesehen werden. Wie Hann. Mündens Bürgermeister Tobias Dannenberg angab, sei die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer wichtiger als eine freie Ausweichstrecke.