Geschrieben von Nikita Makarov
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Die Göttinger Stadtverwaltung wird nach der Einstellung der Fördermittel zur Sanierung des Otfried-Müller-Hauses von verschiedenen Seiten kritisiert. Der Bund hatte 2016 Fördergelder in Höhe von drei Millionen zugesichert, was nach damaligen Stand die Hälfte der Sanierungskosten ausgemacht hätte. Die Kosten für die Sanierung sind mittlerweile allerdings durch Verzögerungen der Baumaßnahmen auf 20 Millionen Euro angestiegen. Die Linke Ratsfraktion der Stadt Göttingen fordert von der Stadt, dass alternative Finanzierungsmöglichkeiten für die Sanierung geprüft werden und dass sichergestellt wird, dass Kulturförderung von der Stadt ernst genommen wird. Gerade die Schwierigkeiten, die die Kulturszene während der Pandemie überstehen musste, hebt die Linke Ratsfraktion hervor. Der Fraktionsvorsitzende Jost Leßmann bemängelt, dass dieser Fall eine klare Missachtung der Bedeutung von Kultur- und Begegnungsstätten für Vielfalt und das soziale Gefüge zeige. Auch der Göttinger CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler äußerte sich zum Otfried-Müller-Haus. Güntzler bemängelt, dass das Nutzungskonzept, das der Fördermittelzusage zugrunde gelegen hat, nicht mehr passe. Güntzler betont, dass die Möglichkeiten der Stadt, den Umbau aus eigener Kraft zu stemmen sinken würden.