Nach Baumsturz im Juni: Stadt Northeim offenbar ohne Schuld
Die Stadt Northeim trägt nach dem Urteil eines Sachverständigen keine Schuld an einem schweren Baumsturz im Juni. Das teilte die Stadt mit. Bei diesem Baumsturz in der Friedrichstraße nach einer Sturmnacht wurde eine Frau in ihrem Auto eingeklemmt und schwer verletzt. Ihr jetziger Gesundheitszustand ist nicht bekannt. Direkt nach dem Unfall hatte die Stadt damit begonnen, den Baum zu untersuchen – um herauszufinden, ob die Stadt eine Schuld an dem Unglück trage. Dafür beauftragte die Stadt einen Sachverständigen. Dieser führte mehrere Untersuchungen aus: Etwa visuelle Sichtkontrollen, Bohrwiderstandsmessungen und die Kontrolle durch einen Spürhund, der auf Baumpilze spezialisiert ist. Nur der Spürhund konnte Hinweise liefern, dass der Baum nicht intakt war. Eine Inspektion durch einen Spürhund muss die Stadt allerdings nicht gesetzlich durchführen. Deshalb kommt der Sachverständiger zu dem Schluss, dass kein Fehlverhalten der Stadt vorliegt. Denn die gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen hätten stattgefunden. Als Reaktion auf den Baumsturz hat die Stadt Northeim nun zwei Bäume sicherheitshalber gefällt und folgt den Empfehlungen des Sachverständigen. Diese sehen etwa eine halbjährliche visuelle Kontrolle der Bäume vor.