Wende bei angeblicher Straftat gegen 10-jährigen ukrainischen Jungen in Einbeck
Im Fall einer angeblichen Straftat gegen einen 10-jährigen ukrainischen Jungen hat sich in den Ermittlungen eine Wende ergeben. Das gab die Staatsanwaltschaft Göttingen in einer Pressemitteilung bekannt. Wie wir am Montag berichteten, hatte der Junge angegeben, dass ihn am 26. August in Einbeck ein Mann über ein Brückengeländer ins Wasser geworfen habe. Nach neueren Zeugenaussagen soll sich der Junge beim Spielen an einem scharfen Gegenstand verletzt haben. Später sei es zu einem Streit zwischen dem Kind und einem Erwachsenen gekommen. Dabei sei der Junge auf einen Stahlträger geklettert, habe das Gleichgewicht verloren und sei ins Wasser gefallen. Danach habe der Mann eine Glasflasche geworfen, wobei nicht bestätigt sei, ob dies auf den Jungen gerichtet erfolgte und ob er von der Flasche getroffen wurde. Der anfängliche Tatverdacht sei aufgrund von Angaben durch Zeug*innen, Blutspuren an einem Stahlträger und eines Krankenhausberichts entstanden. Die Ermittlungen kamen zu dem Ergebnis, dass der Junge die Falschbezichtigung äußerte, da er sich vor Ärger wegen der Verletzungen und der verschmutzten Kleidung sorgte. Die Staatsanwaltschaft betont, dass das Ermittlungsverfahren demnach nach Eingang der Ermittlungsakten einzustellen sei.