Kinder in Breitenberger Kita von Übelkeit und Erbrechen betroffen – Toxin im Essen vermutet
In der städtischen Kindertagesstätte Breitenberg haben sich am vergangenen Donnerstag mehrere Kinder unmittelbar nach dem Verzehr des Mittagessens übergeben müssen. Das teilte der Landkreis Göttingen mit. Das Essen der Einrichtung stammte demnach aus einer Großküche in Thüringen. Auslöser für die Übelkeit soll nach aktueller Einschätzung ein Menü sein, das aus vegetarischen Nuggets mit süß-saurer Soße und Reisbeilage sowie frischen Pflaumen als Dessert bestand. Veterinärmediziner des Landkreises Göttingen vermuten, dass sich durch eine Überlagerung eines der im Menü verarbeiteten Lebensmittel durch ein Bakterium ein Toxin gebildet hat, das bei Verzehr umgehend Übelkeit auslöst. Den Kindern, deren Eltern sich bereits beim Gesundheitsamt und dem Veterinäramt gemeldet hatten, gehe es nach dem Erbrechen der Speisen wieder gut, so der Landkreis in einer Mitteilung. Eine Ansteckungsgefahr bestehe nicht. Knapp 1.000 Menüs seien in insgesamt 32 Kindertagesstätten, Kinderkrippen und weiterführende Schulen in den Landkreisen Göttingen, Eichsfeld und Northeim gelangt. Proben von dem betroffenen Essen werden nach Angaben des Landkreises derzeit im LAVES Lebensmittel- und Veterinärinstitut in Braunschweig untersucht. Mit einem Ergebnis wird im Laufe der Woche gerechnet. Eltern, deren Kinder am 7. September das Veggie-Nugget-Menü gegessen haben sowie Kinder, die an einer Gemeinschaftsverpflegung teilgenommen und danach erbrochen haben, werden gebeten, sich beim Gesundheitsamt oder dem Veterinäramt für Landkreis und Stadt Göttingen zu melden.