Linksfraktion des Kreistages Göttingen heißt ab sofort "Linke für Vernunft und Gerechtigkeit“
Die Linksfraktion im Göttinger Kreistag wird ab sofort unter dem Namen „Linke für Vernunft und Gerechtigkeit“ politisch agieren. Sie versteht sich als kommunale Vertretung der von Sahra Wagenknecht geplanten Partei, wie Eckhard Fascher mitteilte. „Die Namensänderung ist notwendig. Die Bundespartei und auch der Göttinger Kreisverband haben sich entwickelt zu einer Partei, die vornehmlich die urbanen Mittelschichten anspricht, weniger die einfachen Menschen im Blick hat. Also die Partei hat sich verändert, wir haben uns nicht verändert.“ Fascher führte ebenso Differenzen in Bezug auf die Außenpolitik an, u.a. die „prowestliche Ausrichtung“ beim Ukrainekrieg. Eckhard Fascher hatte gemeinsam mit Andreas Gemmecke bereits Mitte November angekündigt, die Partei Die Linke verlassen zu wollen, um sich dem neuen Bündnis unter Sahra Wagenknecht anzuschließen. Die Parteibildung wird für Ende Januar erwartet. Die Linke ist im Göttinger Kreistag mit drei Mandaten vertreten, neben Eckhard Fascher und Andreas Gemmecke sitzt noch Thomas Goes im Kreistag. Inhaltlich will sich die „Linke für Vernunft und Gerechtigkeit“ wie bisher schwerpunktmäßig mit Sozial- und Schulpolitik beschäftigen, mit der tariflichen Bezahlung Beschäftigter sowie dem ÖPNV. Der Kreisverband Göttingen/Osterode der Partei Die Linke war vor Redaktionsschluss für eine Stellungsnahme nicht erreichbar.