Geschrieben von Benita Heukamp
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In den Landkreisen Göttingen und Northeim ist es heute aufgrund der Bauernproteste vermehrt zu Verkehrsbehinderungen gekommen. In Göttingen sammelten sich die Demonstrationsteilnehmer auf dem Schützenplatz. Ersten Schätzungen der Polizei zufolge haben in Stadt und Landkreis Göttingen rund 600 Menschen an den Demonstrationen teilgenommen; die Teilnehmer selbst sprechen von 700 Menschen. Diese sollen unter anderem aus dem Harz, aus Hann. Münden und zum Teil auch aus Uslar (Landkreis Northeim) angereist sein. Die Demonstrationsroute führte, anders als geplant, nicht durch die Göttinger Innenstadt – dies habe in erster Linie bauliche Gründe gehabt. Stattdessen wurde der Konvoi über das Göttinger Industriegebiet geführt. Gegen 13:30 Uhr war der Demonstrationszug beendet, der Schützenplatz gegen 14 Uhr weitestgehend leer. Nach ersten Angaben der Polizei Göttingen ist es zu keinen nennenswerten Vorfällen gekommen. Aufgrund der im Zuge der Demonstration zu erwartenden Verkehrsbehinderungen wurde im Vorfeld beschlossen, dass etwa die Schulmensen in Göttingen heute nicht beliefert werden. Dies bestätigte Ute Kretschmann, stellvertretende Pressesprecherin der Stadt Göttingen.
Auch im Landkreis Northeim wurden mehrere Trecker-Konvois mit dem Ziel „Mühlenanger / Schützenplatz“ angemeldet. Dort fanden sich etwa 600 landwirtschaftliche Fahrzeuge ein. Mit zivilen Fahrzeugen und einigen Lkw wird die Gesamtzahl der Teilnehmenden auf etwa 850 geschätzt. Gegen 10 Uhr setzte sich der Konvoi durch die Stadt Northeim in Bewegung. In dem Zuge kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und zu zwei leichten Verkehrsunfällen: Bei einem ist ein leichter Blechschaden entstanden, im zweiten Fall wurde eine 72-Jährige auf ihrem Mofa leicht verletzt, als ein Lkw-Fahrer dem erhöhten Verkehrsaufkommen entgehen wollte und zurücksetzte. Abgesehen davon sei die Demonstration friedlich verlaufen. Nach Angaben der Polizeiinspektion Northeim hätten sich die Teilnehmenden durchweg kooperativ und freundlich verhalten.