Polizei war gefordert: Stellenweise bedrohliche Zustände bei den Demonstrationen
Die Demonstrationszüge am Samstag in Göttingen konnten nur wegen einem massiven Polizeieinsatz stattfinden. Denn Teilnehmer der unterschiedlichen Demonstrationszüge gerieten unter anderem in der Geismar Landstraße aneinander. Dort hatte die Gegendemonstration eine Sitzblockade errichtet, sodass die Demonstranten der Frühlingserwachenden die Geismar Landstraße erst nicht passieren konnten. Diese Sitzblockade sowie weitere hat die Polizei geräumt, um das Demonstrationsrecht durchzusetzen. Während des Demonstrationszugs kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Demonstrationsgruppen; diese verliefen zum Teil mit körperlicher Gewalt. Zahlenmäßig waren die Gegendemonstranten den Frühlingserwachenden weit überlegen. Nach den Infos der Polizei sollen um die 2500 Leute an der Gegendemonstration teilgenommen haben. Die Frühlingserwachenden-Demonstration besuchten rund 450 Personen. Ausschreitungen zwischen den unterschiedlichen Demonstrationslagern gab es auch schon in der Vergangenheit. Im letzten September versperrte etwa die Gegendemonstration die Bürgerstraße – und zündete Barrikaden an, weil sie rechtem Gedankengut keinen Platz bieten wollte. In diesem Milieu verorten Experten Teile der nach Göttingen kommenden Demonstrationsszene der Frühlingserwachenden.