Warnstreik der Ärzte: Notfallversorgung ist morgen an der Universitätsmedizin Göttingen sichergestellt
Morgen findet ein ganztägiger Warnstreik von Ärzten an bundesweit 23 Unikliniken statt. Betroffen ist davon auch die Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Ausgerufen wurde der Streik durch den Marburger Bund, einen Berufsverband für Ärzte. Hintergrund sind die derzeit laufenden Tarifverhandlungen. In bisher drei Verhandlungsrunden habe sich die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) geweigert, den Forderungen der Ärzte nach grundlegenden Verbesserungen ihrer Tarif- und Arbeitssituation zuzustimmen, heißt es von der Gewerkschaft. Konkret werden Zuschläge für Regelarbeit in der Nacht, an Wochenenden und an Feiertagen gefordert, ebenso wie 12,5 Prozent mehr Gehalt bezogen auf ein Jahr. Zudem soll eine weitere Zunahme von Schicht- und Wechselschichtarbeit unterbunden werden. Mit den betroffenen Kliniken hat der Marburger Bund Notdienstvereinbarungen geschlossen. So wird auch in Göttingen eine Notfallversorgung gewährleistet. Darunter fällt, dass einige Bereiche von den Streikmaßnahmen ausgenommen wurden, darunter die Intensivstationen, die Palliativmedizin oder die Neugeborenen-Station. Auch eine Mindestbesetzung an ärztlichem Personal wurde mit der Gewerkschaft vereinbart. In einigen Bereichen der Patientenversorgung kann es zu Einschränkungen kommen. Wer morgen einen Termin in der UMG hat, sollte sich im Vorfeld telefonisch bei der behandelnden Klinik darüber informieren, ob der Termin stattfinden kann.