"Hansenetz" soll künftig von mindestens zwei Betreibern bedient werden: Vertragsauflösung mit Metronom-Eisenbahngesellschaft wurde beschlossen
Der Verkehrsvertrag mit der Metronom Eisenbahngesellschaft für das sogenannte Hansenetz wird zum Juni 2026 beendet. Das haben Verhandlungen zwischen der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) und dem Metronom in der vergangenen Woche ergeben. Damit wird der Vertrag, der ursprünglich bis 2033 laufen sollte, frühzeitig beendet. Ein reibungsloser Übergang zu nachfolgenden Betreibern soll gewährleistet werden, so Verkehrsminister Olaf Lies in einer Mitteilung. Das Hansenetz soll künftig von mindestens zwei Betreibern bedient werden. So soll zum einen das Angebot verbessert und zum anderen sichergestellt werden, dass keine Einschränkungen für die Fahrgäste entstünden. Das bisherige Angebot soll vollumfänglich erhalten bleiben. Bis zum Vertragsende soll nun ein neues Konzept für das Hansenetz erarbeitet werden. Die Mitarbeiter vom Metronom sollen ohne Weiteres von künftigen Betreibern des Streckennetzes übernommen werden können. Die Metronom-Eisenbahngesellschaft hatte Ende vergangenen Jahres selbst um eine Aufhebung des Vertrags gebeten. Durch gestiegene Kosten drohte das Unternehmen in eine wirtschaftlich schwierige Lage zu geraten. Eine vorzeitige Vertragsaufhebung ermögliche es nun, die Verluste aus dem aktuellen Verkehrsvertrag zu begrenzen. Von der Vertragsaufhebung betroffen sind die Verbindung zwischen Hamburg und Bremen sowie die von Hamburg über Uelzen und Hannover nach Göttingen.