Geschrieben von Nikita Makarov
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Die Stadt Göttingen bekommt für ihre Kostenaufstellung für die beiden Radentscheide Kritik. So soll die Kostenspanne von 100 Millionen Euro bis 2030 als zu hoch angesetzt worden sein. Die Grüne Ratsfraktion der Stadt Göttingen bemängelt beispielsweise, dass mögliche Fördergelder in der Kostenaufstellung der Stadt nicht berücksichtigt worden seien. Laut Susanne Stobbe und Rolf Becker, den beiden Fraktionsvorsitzenden der Grünen Ratsfraktion, seien 70 Prozent und mehr der Investitionen förderfähig. Damit würden die Kosten auf rund ein Viertel sinken, so Stobbe und Becker weiter. Oberbürgermeisterin Broistedt nahm in einem Pressegespräch Bezug auf das Fehlen der Fördermittel in der Kalkulation der Stadt: „Richtig ist aber auch, dass wir Fördermittel noch nicht gegengerechnet haben. Und Fördermittel würden wir natürlich bei der Umsetzung beantragen. Allerdings wäre es zum jetzigen Zeitpunkt in unseren Augen unseriös zu sagen, wir bekommen X Millionen Fördermittel und die können wir davon abziehen.“ Broistedt verwies dabei auf die Haushaltskrise des Bundes, der nach einem Urteil des Verfassungsgerichtes Einsparungen durchführen müsse. Fördergelder seien dadurch laut Broistedt nicht mehr fest kalkulierbar. Am 9. Juni, am Tag der Europawahlen, können Göttinger Bürgerinnen und Bürger in einem Bürgerentscheid über die Durchführung der Maßnahmen aus den beiden Bürgerbegehren zum Göttinger Radentscheid abstimmen.