Geschrieben von Jonathan Müller
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Eine Informationsveranstaltung mit Mareike Wulf, Mitglied des Deutschen Bundestags, ist nach lautstarken Gegenprotest abgebrochen worden. Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten lud Wulf zum Thema „Identität auf dem Prüfstand: Selbstbestimmung ohne Grenzen?“ an die Universität Göttingen ein. Kurz nach Beginn der Veranstaltung störten zahlreiche Aktivisten die Veranstaltung, die daraufhin abgebrochen werden musste. Die Aktivisten rechtfertigten ihren Protest damit, dass der Titel schon darauf hindeuten würde, dass es bei dieser Informationsveranstaltung „keineswegs um einen offenen Diskurs ging, sondern darum, trans-Personen zu diskreditieren und ihnen ihre Lebensrealitäten abzusprechen. Der RCDS sieht diese Störaktion als „Armutszeugnis für die Debattenkultur an der Universität Göttingen.“ Außerdem würden die Störungen einen respektvollen Austausch verhindern und würden zeigen, dass Toleranz und Meinungsfreiheit offenbar nicht für alle gleichermaßen gelte, so der RCDS in einer Pressemitteilung. Wulf hatte sich im Bundestag zu der Debatte zum Selbstbestimmungsgesetz geäußert, dass das Geschlecht Schicksal sei und nicht selbstbestimmt gewählt werden könne.