Geschrieben von Benita Heukamp
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Das neu eingerichtete Zentrum für seltene Hörstörungen an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) hat seine Arbeit aufgenommen. In ihm arbeiten verschiedene Einrichtungen der Uniklinik fächerübergreifend zusammen, um Patienten mit Hörstörungen eine bessere Versorgung anzubieten und neue Behandlungsmöglichkeiten für seltene Hörerkrankungen zu erforschen. Das gab die UMG bekannt. Das Zentrum soll eine zentrale Anlaufstelle für alle Betroffenen darstellen. Hörstörungen beträfen weltweit Millionen Menschen, für die es jedoch oft keine klaren Diagnose- und Behandlungswege gäbe, so die UMG. Viele Ursachen für einen Hörverlust haben einen genetisch bedingten Ursprung. Mehr als 150 Taubheitsgene sind nach aktuellem Stand bekannt. Dabei bildet jede genetische Form, die einen Hörverlust auslösen kann, eine eigene seltene Krankheit. In dem neuen Zentrum soll den nicht-diagnostizierten Patienten nun durch genetische Analysen die passende Therapie ermöglicht werden. Auch sollen klinische Studien unterstützt werden. Das Zentrum für seltene Hörstörungen ist nun das elfte Spezialzentrum im Zentrum für Seltene Erkrankungen der UMG.