Geschrieben von Carolin Zarske
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Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Universität Göttingen konnte neue KI-Modelle entwickeln, um die komplexe Verarbeitung von visuellen Reizen im Gehirn zu entschlüsseln. Die Forschenden untersuchten, wie Form, Verschaltungsmuster und Aktivität von Nervenzellen im Mäusegehirn zusammenhängen. Dies gab die Universität in einer Pressemitteilung bekannt. Die Studie „Foundation Model of Neural Activity Predicts Response to New Stimulus Types and Anatomy“ stellt ein neues KI-Modell vor, das aus großen Datenmengen gelernt hat und sich flexibel auf neue Aufgaben übertragen lässt. Das Team analysierte hierfür rund 135.000 Nervenzellen im Sehsystem von Mäusen und entwickelte ein Modell, das zuverlässig neuronale Reaktionen auf neue Reize vorhersagt. Des Weiteren analysierte das Forscherteam die Form und die Struktur einzelner Nervenzellen im Sehbereich des Gehirns. Hierbei konnte festgestellt werden, dass die sogenannten Pyramidenzellen, die wichtige Signale an andere Zellen im visuellen Kortex weitergeben, deutlich vielfältiger sind als bisher angenommen. Die Forschungsergebnisse würden wichtige Einblicke in die Organisation des Gehirns ermöglichen und könnten künftig dazu beitragen, effizientere neurowissenschaftliche Experimente durchzuführen.