Geschrieben von Nikita Makarov
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Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) konnte nun als erste in Deutschland einem Frühgeborenen einen speziell an das Kind angepassten Herzschrittmacher implantieren. Das gab die UMG in einer Mitteilung bekannt. Die Operation durchgeführt hat der Göttinger Chirurg Theodor Tirilomis. Der Eingriff erfolgte unmittelbar nach der Geburt des Mädchens, das in der 35. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt zur Welt kam, nachdem sich die Herzfrequenz deutlich verschlechtert hatte. Eine Herzrhythmusstörung wurde bereits im Mutterleib diagnostiziert. Der eingesetzte Herzschrittmacher ist etwa 93 Prozent kleiner als herkömmliche Geräte, soll mindestens zehn Jahre funktionsfähig bleiben und erhielt für seinen Einsatz eine Sonderzulassung durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn. Bislang sind Herzschrittmacher nicht für die Anwendung bei Früh- und Neugeborenen ausgelegt. Das betroffene Mädchen werde in den kommenden Wochen intensiv durch die UMG betreut.

Herzschrittmacher für Neugeborenes (Bild UMG).