Geschrieben von Benita Heukamp
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Die kardiologische Ambulanz in Duderstadt musste zum Monatsanfang schließen. Grund dafür ist, dass der Zulassungsausschuss der Ärzte und Krankenkassen dem St. Martini Krankenhaus keine erneute Ermächtigung für deren Betrieb ausgesprochen hat. Damit sei nun eine wichtige Säule der medizinischen Grundversorgung im ländlichen Raum verloren gegangen, kritisieren Landtagsabgeordneter Christian Frölich (CDU) und der Geschäftsführer des St. Martini Krankenhauses, Markus Kohlstedde, die Entscheidung. Viele Menschen aus dem Untereichsfeld und Duderstadt seien auf die wohnortnahe ambulante Herzversorgung angewiesen. Termine bei niedergelassenen Kardiologen in der Umgebung stünden – wenn überhaupt – erst nach mehreren Monaten Wartezeit zur Verfügung. Die ambulante Versorgung obliegt in der Regel den niedergelassenen Vertragsärzten. Besteht eine ärztliche Unterversorgung, müssen die Zulassungsausschüsse stationäre Einrichtungen zur Behandlung ermächtigen. Die Kardiologische Ermächtigungsambulanz in Duderstadt wurde im Jahr 2009 gegründet. Pro Quartal werden dort nach Angaben der Klinik etwa 200 bis 300 Patienten behandelt. Kohlstedde zufolge werde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Zulassung wieder zu erlangen. Die Situation soll künftig auch im Landtag Thema werden. Frölich hat angekündigt, das Thema dort auf den Tisch zu bringen. Zeitgleich fordert auch er die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen auf, die Entscheidung zu überdenken und gemeinsam mit dem Krankenhaus und der Politik nach Lösungen zu suchen.

Das St. Martinikrankenhaus in Duderstadt (Foto: Florian Grewe)