Integrationsrat warnt vor "Akzeptanz rassistischer Diskriminierungen" in Göttinger Diskos
Der Göttinger Integrationsrat warnt davor, Diskriminierungen an Türen von Diskotheken anhand der Anzahl der Anzeigen zu beurteilen. Damit reagiert der Rat auf die Auskunft der Stadt Göttingen, dass es bisher keine derartigen Verfahren gegen Göttinger Betreiber gegeben habe. Göttingen sei keine „Insel der Glückseligkeit“, so der Integrationsrat. Nach wie vor werde Menschen mit Migrationshintergrund in Göttinger Diskotheken der Einlass verweigert, vor allem zwei Lokalitäten seien dafür bekannt. Die Mitglieder des Rates kritisieren vor allem die fehlende Empörung. Sie bezeichnen diese Entwicklung als „schleichende gesellschaftliche Akzeptanz rassistischer Diskriminierungen“. Das Verhalten der Betreiber hätte auch durch die Rechtssprechung der Vergangenheit Bestätigung bekommen. „Obwohl einzelne Diskotheken Migranten mit rassistischen Begründungen abgewiesen hatten, die an Eindeutigkeit nichts zu ‚wünschen’ übrig ließen, hatte dies für die Disko-Betreiber keine Konsequenzen“, so der Integrationsrat. Die fehlenden Klagen gegen die Betreiber führt der Rat auch auf die Unwissenheit der Betroffenen zurück.