Geschrieben von Norma Jean Böger
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Um sich ein Bild von der aktuellen Situation vor Ort zu machen, hat der Göttinger Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin gestern die Erstaufnahmeinrichtung für Flüchtlinge in Friedland besucht. Bei einem Rundgang und in einem Gespräch mit Lagerleiter Heinrich Hörnschemeyer informierte sich Trittin, wie die Flüchtlinge dort derzeit untergebracht sind und wie das Lager personell und vom Platz her aufgestellt ist. Seit seinem letzten Besuch im Sommer vergangenen Jahres hätte sich die Lage deutlich entspannt, so Trittin. Von damals über 3.500 Bewohnern sei die Zahl heute erstmals auf unter 1.000 gesunken. Vor allem das Land sei dabei mit einer Verdoppelung der Erstaufnahmeeinrichtungen auf dem richtigen Weg. "Wir haben zu dieser Einrichtung eine ganze Reihe von Außenstellen eingeführt, in Hameln, in Hildesheim und anderswo, mit teilweise erheblichem Umfang, so dass die Zahl der Plätze in den Erstaufnahmeneinrichtungen, die Friedland zugerechnet werden, heute über 5.000 beträgt. Damit ist man für einen Ansturm in der Größenordnung, wie wir ihn jetzt erlebt haben, erstmal gerüstet." Für die Zukunft forderte er vom Bund, mehr Personal einzustellen, technische Voraussetzungen für eine Registrierung und Antragsstellung der Flüchtlinge in den Erstaufnahmeeinrichtungen zu schaffen und mit Integrationsmaßnahmen früher zu beginnen.