Ein Jahr Südniedersachsenprogramm - Lob von SPD, Kritik von CDU und FDP
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat heute in Nörten-Hardenberg eine positive Zwischenbilanz zu einem Jahr Südniedersachsenprogramm gezogen. Ziel des Programms ist es, die Wirtschaftsstruktur der Region nachhaltig zu stärken, die kulturelle und landschaftliche Bedeutung Südniedersachsens aufzuwerten und die Region dauerhaft als Wirtschaftsstandort und Wohnort attraktiv zu halten. Dazu werden vom Projektbüro Südniedersachsen in Göttingen gemeinsam mit den Partnern der Region Projekte entwickelt und umgesetzt, mit denen mindestens 100 Millionen Euro zusätzlich in die Region fließen. Bereits im ersten Programmjahr seien mehr als 100 Projektideen entwickelt worden, von denen etwa die Hälfte weiterverfolgt werde. Bei zwölf Vorhaben seien bereits Anträge gestellt und insgesamt 7,7 Millionen Euro an Fördermitteln bewilligt worden. Zu den bislang bewilligten Vorhaben gehören Mobilitätsprojekte wie beispielsweise die Reaktivierung der Bahnstrecke Einbeck-Salzderhelden. Kritik am Südniedersachsenprogramm kommt von der Landes-CDU und vom Einbecker Landtagsabgeordneten der FDP, Christian Grascha. Seiner Ansicht nach sei das Programm ein leeres Wahlversprechen, da vor allem Projekte betreut werden, die schon vorher entstanden sind. „Der Breitbandausbau in den Landkreisen oder die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Einbeck und Salzderhelden wären auch ohne teure Regionalbeauftragte und deren Briefköpfe auf den Weg gebracht worden“, so Grascha.
Heiner Hegeler (Bild: Kreis-CDU Northeim)