Universität Göttingen bekommt 1,6 Millionen Euro zur Erforschung der Qumran-Rollen
Die Universität Göttingen und die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen erhalten von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 1,6 Millionen Euro zur Erforschung der so genannten Qumran-Rollen. Dabei handelt es sich um Schriftrollen, die in den 1950er Jahren in einer Ruine am Toten Meer gefunden wurden. An den 2000 Jahre alten Schriftrollen sollen mehrere hundert verschiedene Schreiber gearbeitet haben. Die Göttinger Wissenschaftler wollen diese Schriften zusammen mit den Universitäten Haifa und Tel Aviv sowie der Israel Antiquities Authority (IAA) digitalisieren. Geplant ist eine Verknüpfung verschiedener Datenbanken und zusätzlicher Informationen wie Lesevarianten, Parallelhandschriften oder englischen Übersetzungen. So soll es Wissenschaftlern leichter gemacht werden, gleichzeitig an den Qumran-Rollen zu forschen. Das Projekt ist zunächst auf fünf Jahre ausgelegt.