Geschrieben von Jeanine Rudat
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Botschaften von Außerirdischen zu empfangen könnte demnächst besser gelingen. Zwei Forscher vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen und von der McMaster Universität in Kanada schlagen vor, die Suche auf den Bereich des Himmels zu konzentrieren, in dem außerirdische Astronomen den jährlichen Durchgang der Erde vor der Sonne beobachten können. Solche Beobachter könnten die Erde mit denselben Methoden entdecken, die auch irdische Astronomen verwenden um fremde Sterne zu finden und zu charakterisieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie uns bereits gezielte Signale zur Kontaktaufnahme senden, sei in diesem Bereich des Himmels daher höher, so die Forscher. Außerdem lasse sich mithilfe dieser Strategie der zu durchsuchende Bereich auf zwei Tausendstel des Himmels einschränken, was eine enorme Reduzierung der zu untersuchenden Datenmenge mit sich brächte. „So könnten wir bereits innerhalb der Zeitspanne eines Menschenlebens herausfinden, ob es außerirdische Astronomen gibt, die uns sehen können und die versuchen uns zu kontaktieren“, erklärt René Heller vom MPS. Etwa 100.000 Sterne in Sonnennähe könnten Planeten mit Bewohnern beherbergen, die uns entdeckt haben und versuchen, in Kontakt mit uns zu treten, so der Forscher. Ein Teil dieser Planeten könnte sogar mit der für 2024 geplanten PLATO-Weltraummission der ESA entdeckt werden, an der auch Heller mitwirkt.

Kommt es zu einem Erdtransit vor der Sonne, blockiert die Erde einen Teil des Sonnenlichts. Mögliche Beobachter außerhalb des Sonnensystems könnten die dabei entstehende Verdunklung nutzen um die Erde zu erforschen. Mithilfe dieser Transitmethode haben Erdastronomen bereits den Großteil der über 2000 bereits bekannten Exoplaneten gefunden. (Bild: NASA (Erde und Sonne), Graphikabteilung des MPIA (Kollage))

Die Erde zieht auf ihrer jährlichen Bahn vor der Sonne vorbei, was sich von einem Streifen am Himmel aus beobachten lässt. Er ist in der Graphik als orangefarbenes Band eingetragen. Die Breite des Bands ist in der Graphik deutlich übertrieben eingetragen, sie beträgt in Wirklichkeit nur etwas mehr als ein halbes Grad. (Bild: Graphikabteilung des MPIA / Hintergrundbild Milchstraße: Axel Mellinger, Central Michigan University, http://home.arcor.de/axel.mellinger/)