Geschrieben von Jan-Niklas Gerise
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Die Unfallzahlen im Bezirk der Polizeiinspektion Göttingen sind 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent gestiegen. Das gab die Polizei heute in einer Pressekonferenz bekannt. In Stadt und Landkreis Göttingen gab es demnach im letzten Jahr rund 7.200 Unfälle, knapp 1.050 davon mit verletzten Personen. Die Unfälle auf den Autobahnen 7 und 38 haben sogar um mehr als zehn Prozent zugenommen. Für die steigenden Zahlen gibt es laut Polizeidirektor Rainer Nolte unterschiedliche Erklärungen. Zum einen sei es der sonnige Winter und das daher eher risikobereite Fahren, zum anderen sieht Nolte die Gründe auch beim steigenden Gebrauch von Smartphones und der damit einhergehenden Unachtsamkeit in Straßenverkehr. Auch die Vergrößerung der Risikogruppen der Fahranfänger und Senioren trage zu den steigenden Unfallzahlen bei. Um diese Gründe zu bekämpfen, plant die Göttinger Polizei in Zukunft verschiedene Maßnahmen, erklärt Nolte: „Natürlich wollen wir Informationsveranstaltungen machen. Dort werden wir präventiv tätig werden und aufklärende Gespräche führen. Aber wir werden auch drastische Kontrollen durchführen. Das heißt, dass wir konsequent ahnden. Die Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt wird mit einem Bußgeld von 60 Euro belegt und gibt einen Punkt“. Fahranfänger müssen außerdem mit einer zweijährigen Verlängerung der Probezeit rechnen. Abhilfe auf den Autobahnen erhofft sich die Polizei durch ein Tempolimit von 120 km/h.