Biodiversitätsforschung: Göttinger Forscher plädieren für Berücksichtigung historischer Faktoren
Ein internationales Team unter der Leitung von Wissenschaftlern der Uni Göttingen hat den Einfluss eiszeitlicher Klima- und Meeresspiegelschwankungen auf die biologische Vielfalt von Inseln untersucht. Dazu analysierten die Forscher mit Hilfe von globalen Klima- und Meeresspiegelmodellen 184 Inseln weltweit. Die Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass besonders die Anzahl von Pflanzenarten, die nur auf einzelnen Inseln vorkommen, von den historischen Eigenschaften abhängt. Auf Inseln, die früher größer waren, kommen diese Arten laut der Studie häufiger vor. Auf ehemals verbundenen Inseln dagegen weniger. Diese Resultate sprechen für eine stärkere Berücksichtigung historischer Faktoren in der Biodiversitätsforschung, heißt es von Seiten der Uni Göttingen. Die Wissenschaftler hoffen, dass die Ergebnisse dieser Arbeiten dabei helfen können, auch die Auswirkungen zukünftiger Klimaveränderungen und Meeresspiegelschwankungen abzuschätzen.